Pinganrufe – Wenn der Rückruf zur Kostenfalle wird


Manch störende Anrufer lügen nicht das Blaue vom Himmel oder versuchen zu unmöglichen Zeit den Angerufenen zu erreichen, sondern sind auf eine andere Weise unangenehm und sogar gefährlich: Pinganrufe. Wer hatte nicht schon einmal eine unbekannte in der Anruferliste und wollte unbedingt wissen, wer der Anrufer ist und was er wollte? Vielleicht handelt es sich ja sogar um etwas Wichtiges oder ein Freunde hat nur eine neue Nummer. Diese Neugierde nutzen die Pinganrufer aus und klingeln nur an oder rufen zu Zeiten auf einen Festnetzanschluss an, zu denen niemand zu Hause ist. Der forschende Rückruf kostet bei dieser Masche aber häufig mehrere Euro pro Minute und kann so zu einer echten Kostenexplosion führen.

Man kommt nach einem langen Arbeitstag nach Hause und sieht auf dem Telefondisplay die Anzeige für einen verpassten Anruf blinken. Im Normalfall ruft man jetzt zurück, aber bei manchen Nummern sollte man vorher im Internet nachschauen, ob dieser Rückruf nicht nur eine Falle sein könnte. In der letzten Zeit häufen sich Anrufe, bei denen die Betroffenen davon berichten, dass es nur ganz kurz geklingelt hat. Zur Nummer 0315280702 hat uns beispielsweise Fritz Meyer folgendes geschrieben:

Der alte Trick: Ich wurde kurz angerufen, in der Hoffnung, dass ich zurückrufen werde (für was habe ich eigentlich einen Rückrufbeantworter?). Tja, sie habens immer noch nicht kapiert. Ich werde NICHT ZURÜCKRUFEN! Danke an Tellows. Dank dieser Seite wird es so einfach.

Was sind Pinganrufe und warum werden sie getätigt?

Bei sogenannten Pinganrufen – auch Lockanrufe genannt – lassen es die Anrufer nur eine sehr kurze Zeit lang klingeln und wollen so einen verpassten Anruf provozieren. Sie setzen dabei auf den Trieb der Neugierde und hoffen, dass ihr potentielles Opfer zurückruft. Oftmals sind hierbei die Nummern der Anrufer verändert, sodass der Angerufene davon ausgeht, dass es sich um eine ganz normale Festnetznummer handelt. Wird nun ein Rückruf getätigt, so entstehen oftmals Kosten von bis zu 5 oder mehr Euro pro Minute. In vielen Fällen hängt an dieser Nummer eine endlos lang erscheinende Warteschlange oder geschulte Callcentermitarbeiter versuchen den Anrufer möglichst lange in der Leitung zu halten.

Natürlich gibt es auch andere Gründe, warum jemand nur kurz anklingelt und deswegen sollte man genau unterscheiden, wann es sich genau um einen Pinganrufe und somit um einen Abzockversuch handelt und wann es sich zum Beispiel nur um einen netzseitigen Anrufabbruch handelt.

Gründe, warum man es nur wenige Sekunden klingeln lässt

  • Ein ausgemachtes Zeichen mit einem Freund, der zurückgerufen werden möchte
  • Anklingeln um etwas anderes zu symbolisieren (z.B. Ankunft zu Haus)
  • Verwählt und den Fehler schnell bemerkt
  • Falsch eingestellter Wahlautomat
  • Testanruf, ob Nummer vergeben ist
  • Pinganrufe um kostenpflichtigen Rückruf zu generieren
  • Der Spruch „Zeit ist Geld“ kann durch unüberlegte Rückrufe kostenintensiv bewahrheitet werden.


    Die ersten drei Möglichkeiten sind harmlos oder sogar gewollt und bedürfen keiner weiteren Erklärung, wohingegen die restlichen unseriös und womöglich gefährlich sind. Ist eine Nummer in einer gekauften Datenbank oder wurde per Zufallsprinzip ermitteln, muss diese oftmals auf ihre Richtigkeit hin überprüft werden. Hierfür werden Testanrufe getätigt, welche oftmals nur einige Sekunden dauern. Das anrufende Unternehmen will nur sehen, ob die Nummer existiert um später einen gezielten Anruf durchzuführen. Unter Umständen kann es sich aber auch um einen falsch eingestellten Wahlautomaten handeln, mit welchen eigentlich Verbindungen zwischen Angerufenen und beispielsweise Callcenteragenten aufgebaut werden sollen. Eigentlich lässt man es hierbei eine normale Zeit klingeln, damit der Angerufene die Möglichkeit erhält den Anruf entgegen zu nehmen.

    Die letzte Möglichkeit für das nur kurze Anklingeln, sind Pinganrufe. Da die Anrufer bei diesen darauf setzen, dass die Angerufene oder der Angerufene aus Höflichkeit oder Neugierde zurückruft, dürfen diese Anrufe selbst nicht lange dauern. Der mögliche Rückruf ist hierbei mit erheblichen Kosten verbunden und wird meistens von ausgebildeten Personal durchgeführt, die den Anrufer möglichst lange in der Leitung halten wollen.

    Wie schützt man sich vor dieser Masche?

    Der einfachste und effektivste Schutz gegen diese Art von Abzocke ist das bloße Ignorieren von Anrufen in Abwesenheit. Da es aber auch zu ungewollten verpassten Anrufen kommen kann, sorgt ein komplettes Ignorieren aber auch dafür, dass man beispielsweise wirklich wichtige Informationen nicht erhält. Sollte man regelmäßig viele verpasste Anrufe haben, kann das manuelle recherchieren nach dem Anrufer im Internet sehr zeitintensiv werden und ist für einmalige Fälle zwar geeignet, aber nicht als Dauerlösung. Arbeitet man außerdem mit einen wechselten Kundenstamm oder hat aus anderen Gründen oft Anrufe von Unbekannten, so wäre bei Anrufen auf das Festnetz die passende tellows Produktösung empfehlenswert. Ähnliche Produkte gibt es außerdem bei iTunes für iPhones. Bei allen tellows Produkten wird direkt während des Anrufs angezeigt, ob sich die Telefonnummer des Anrufers in der tellows Datenbank befindet. Ist dies der Fall, so wird der betreffende Score angezeigt und man sieht sofort, ob es sich um einen möglichen Pinganruf handelt. Sind zudem in öffentlichen Verzeichnissen weitere Angaben, wie zum Beispiel der Name des Anrufers oder die Adresse vorhanden, so sieht man diese auch direkt. In die App ist zudem die Kommentarfunktion implementiert und somit kann man ganz einfach selbst seine Erfahrungen mit einer Nummer mit der Community teilen.

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